Bambus - Das Supergras zum Anziehen

Wenn ihr Bambus hört, denkt ihr dann nicht auch als erstes an Sichtschutz im Garten oder nachhaltiges Geschirr? Dieses schnell nachwachsende Supergras dient seit einiger Zeit als alternativer Rohstoff für unzählige Alltagsgüter wie Zahnbürsten, Geschirr oder Möbel und mittlerweile sogar für Bekleidung.

Vor einiger Zeit begutachtete ich den Rock einer Freundin, tätschelte am Stoff herum und war sehr neugierig aus welchem Material er wohl sei. Als sie sagte, dass er aus Bambus ist, war ich sehr überrascht. Ich begab mich auf die Suche und recherchierte lange im Internet. Mich interessierte vor allem der Anbau und die Verarbeitung.

Bambus kann in großen Mengen abgeholzt werden ohne dass sein Bestand gefährdet wird, denn es wächst durch seine großflächigen Wurzelsysteme extrem schnell nach und anders wie beim Baum stirbt hier beim Abbau nicht die ganze Pflanze.

Bambus ist sehr widerstandsfähig, weshalb kaum oder gar keine Düngemittel, Pestizide oder künstliche Bewässerungsmethoden eingesetzt werden müssen, was schädliche Auswirkungen auf die Umwelt stark verringert. Auch die Wasserbilanz ist niedriger als die von Baumwolle. Für Bambus ist Regenwasser ausreichend, was bedeutet, dass er nicht gewässert werden muss.

Der Handel mit Bambusstoffen steht in Europa noch ganz am Anfang, weswegen es kaum Zertifizierungen gibt. Trotz nicht vorhandener Biozertifizierung habe ich mich dennoch für diesen Stoff entschieden, denn er überzeugt durch seine positive Umweltbilanz und auch durch seine angenehmen Trageeigenschaften.

Bekleidung aus Bambus ist eine sehr gute und nachhaltige Alternative zu Viskose, Tencel und Modal, denn diese zählen aufgrund ihres Herstellungsprozess zu den Chemiefasern.

Die Stoffe können auf niedriger Temperatur gewaschen werden, sie laufen nicht ein und sind knitterarm. Außerdem sind sie antistatisch, temperaturausgleichend und atmungsaktiv. 

Das klingt doch ganz fantastisch nicht wahr?

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